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Warum ich für das Klima streike

18.02.2019

Viele Jugendliche wie ich würden gerne mehr in der Politik mitbestimmen dürfen. Das ist aber nicht so leicht, da man als Jugendlicher nicht unbedingt Stimmrecht bei Wahlen hat. Ich bin 16 Jahre alt und Fridays for Future ist mein eigener Weg, trotzdem in der Politik eine Stimme zu haben.

Dadurch, dass so viele junge Menschen an den Streiks beteiligt sind, hat das Thema eine immer größer werdende Präsenz in den Medien, wodurch unter anderem die Gesellschaft zu dem Thema Klimaschutz informiert wird oder vielleicht sogar motiviert wird, selbst etwas dafür zu tun. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, neue Leute mit ähnlichen Interessen kennen zu lernen und gemeinsam für ein Ziel einzustehen.

Schülerstreiks in der Kritik

Bei PolitikerInnen und bei vielen Erwachsenen kommen die Proteste zwar nicht so gut an, weil die meisten Schüler Schulunterricht ausfallen lassen. Aber ich finde es gerade wichtig, während der Unterrichtszeit zu demonstrieren, da nur dann die Aufmerksamkeit auf so eine Aktion gelenkt wird. Würden die Demonstrationen am Wochenende also in der Freizeit stattfinden, dann würde die Aktion kaum Aufmerksamkeit bekommen. Es ist zwar schade, dass man erst gegen Regeln verstoßen muss, damit etwas passiert. Ich finde jedoch, dass es sich lohnt für den Klimaschutz zu kämpfen und ich habe auch genug Zeit, um den verpassten Unterrichtsstoff nachzuholen.

Es ist wichtig zu zeigen, dass unserer Generation die Zukunft nicht egal ist, sondern, dass uns sehr viel daran liegt über UNSERE Zukunft mitbestimmen zu dürfen und dafür sorgen zu dürfen, dass man noch genauso gut und gesund leben kann wie heute, wenn nicht sogar besser.

Klimaschutz ist mir schon lange wichtig

In unserer Gesellschaft ist Klimaschutz generell ein wichtiges Thema. Da die Proteste besonders in Europa, aber auch auf der ganzen Welt stattfinden, verbindet dieses Thema die Menschen und zeigt, dass es nicht nur ein lokales oder nationales Thema ist, sondern auch international Gewicht hat.

Mein persönliches Interesse für Klimaschutz begann durch die Schule als unsere Erdkunde-Lehrerin meiner Klasse Dokumentationen über Klimawandel und Katastrophen zeigte und uns erklärte, wie das alles mit unserem Leben zusammenhängt, wie wir es momentan in Deutschland leben.

Daraufhin habe ich mich wie viele aus meiner Klasse mit dem Thema etwas umfangreicher auseinandergesetzt und die meisten haben immer noch Interesse daran, ihr Leben etwas klimafreundlicher zu gestalten. Zum Beispiel fahren viele mit dem Fahrrad oder der Bahn zur Schule, manche sind auch Vegetarier geworden oder kaufen viele lokale Produkte ein. Natürlich kann man beim Klimaschutz nicht alles perfekt machen, aber jedes bisschen ist besser als gar nichts.

Fridays for Future ist ein Appell an die Politik

Deswegen finde ich, dass Fridays for Future ein toller Weg ist, sich für Klimaschutz stark zu machen: Es braucht nicht viel Aufwand oder ist keine große Umstellung einmal in der Woche auf die Straße zu gehen. Es setzt trotzdem ein Zeichen und ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Außerdem ist Fridays for Future ein Appell an die PolitikerInnen, endlich mit effektiven und realistischen Mitteln dem Klimawandel entgegen zu wirken. Somit soll die Politik dafür sorgen, dass jeder Mensch klimafreundlicher lebt und leben kann. Dass es schon Gespräche mit einigen PolitikerInnen gab, ist für Fridays for Future ein riesiger Erfolg.

von Mara

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