Erinnert wird an die erste Deportation der Düsseldorfer Sinti:zze, die vor 86 Jahren – am 16. Mai 1940 – stattfand und rund 130 Düsseldorfer Frauen, Kinder und Männer betraf, die in polnische Ghettos verschleppt wurden.
Nach einer kurzen Kranzniederlegung mit Schweigeminute am Mahnmal “Ehra” am alten Innenhafen (18 Uhr) wird die Gedenkstunde im nahe gelegenen Beatrice-Strauss-Zentrum (Marktstraße 2, Innenhof) fortgesetzt (18.15 Uhr).
Oberbürgermeister Stephan Keller und Wilhelm Mettbach, der Vorsitzende der Düsseldorfer Sinti-Union, werden Worte des Gedenkens sprechen.
Im Anschluss findet ein Gedenkkonzert mit traditionellem Sinti-Swing statt. Zu Gast ist die bekannte Prisor-Jazzband. Rund um den begnadeten Musiker und Bandleader Feigeli Prisor (Sologitarre) spielen Wattie Rosenberg (Geige), Fremdo Rosenberg (Kontrabass) und Sendelo Schäfer (Rhythmus-Gitarre) traditionellen Gypsy-Jazz. Feigeli Prisor wurde 1964 in den Niederlanden geboren. Schon früh lernte er das Gitarrenspiel. Zu seinen Mentoren gehörte Wasso Grünholz. Zusammen mit seiner Band präsentierte er die Alben Old Memories (2008) und Gypsy’s Heart (2009). Feigeli Prisor lebt in Noord-Brabant.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte und der Sinti-Union Düsseldorf. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

