Die Stadt Düsseldorf investiert bis Anfang der 2030er-Jahre rund zwei Milliarden Euro in ihre Schulen. Zu den größten Vorhaben gehören Neubauten und Erweiterungen an Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs. Ein Schwerpunkt liegt auf dem zusätzlichen Platzbedarf durch die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren.
Bei der jährlichen Schulbautour stellte die Stadt am Mittwoch aktuelle Projekte vor. Besichtigt wurde unter anderem der Neubau des Luisen-Gymnasiums an der Völklinger Straße.
Neuer Standort für das Luisen-Gymnasium
Der Neubau des Luisen-Gymnasiums zählt zu den größten Projekten der Düsseldorfer Schulbauoffensive. An der Völklinger Straße ist ein neuer Standort für rund 1.000 Schüler*innen entstanden.
Das Gebäude verfügt über ein offenes Raum- und Lernkonzept sowie moderne Fachräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Hinzu kommen unterschiedlich gestaltete Außenbereiche und eine Dreifeldsporthalle. Auf deren Tribünen finden bis zu 1.200 Menschen Platz.
Nach Angaben der Stadt wurden bei der Planung sowohl Wünsche der Schulgemeinschaft als auch aktuelle pädagogische Anforderungen berücksichtigt.
Mehr Platz durch die Rückkehr zu G9
Ein wichtiger Grund für die Bauprojekte an Düsseldorfer Gymnasien ist die Rückkehr zu G9. Ab dem Schuljahr 2026/27 legen Schüler*innen ihr Abitur wieder nach neun statt nach acht Jahren am Gymnasium ab. Dadurch befindet sich dauerhaft ein zusätzlicher Jahrgang an den Schulen, für den weitere Unterrichts- und Fachräume benötigt werden.
Die Stadt bereitet ihre Gymnasien bereits seit mehreren Jahren auf diese Umstellung vor. An einigen Standorten sind die Arbeiten abgeschlossen, an anderen laufen noch bauliche, organisatorische und pädagogische Anpassungen.
Weitere Projekte an weiterführenden Schulen
Neben dem Luisen-Gymnasium plant oder realisiert die Stadt mehrere weitere Großprojekte. Am Heinzelmännchenweg soll ein neues vierzügiges Gymnasium entstehen. Der Standort an der Bernburger Straße wird für das ebenfalls vierzügige Elisabeth-Selbert-Gymnasium erweitert.
Auch an Gesamtschulen sind größere Veränderungen vorgesehen. Der Schulstandort an der Siegburger Straße soll umfassend überplant werden. Dadurch soll die Joseph-Beuys-Gesamtschule mehr Schüler*innen aufnehmen können. Gleichzeitig ist eine Modernisierung der Elly-Heuss-Knapp-Schule vorgesehen.
Am Standort Heidelberger Straße plant die Stadt einen Ersatzneubau für die sechszügige Dieter-Forte-Gesamtschule. Dort soll außerdem die Lore-Lorentz-Schule einen Erweiterungsbau erhalten. Für das Berufskolleg Bachstraße ist ebenfalls ein Ersatzneubau geplant.
Zwei Milliarden Euro bis Anfang der 2030er-Jahre
Seit mehr als zehn Jahren baut und modernisiert Düsseldorf Schulstandorte. Bis Anfang der 2030er-Jahre sollen insgesamt rund zwei Milliarden Euro in die städtische Schullandschaft fließen.






