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Homosexuell und geflüchtet: "KULTUR*imPuls" ausgezeichnet

28.11.2016

Das Leben von Homosexuellen gestaltet sich nicht immer einfach. Besonders, wenn sie einen Migrationshintergrund haben. In einigen Heimatländern werden Homosexuelle verfolgt. Sie werden teilweise schwer bestraft. Sogar die Todesstrafe kann drohen. Deswegen haben sie Angst, sich zu outen. 

Doch es gibt Vereine und Projekte, die Jugendlichen helfen, wie das Jugendzentrum PULS. Das Jugendzentrum ist für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT). Dort gibt es das Projekt "Kultur*imPuls". Junge Homosexuelle, die aus anderen Ländern stammen und geflüchtet sind, treffen sich im PULS, bekommen Hilfe und tauschen sich aus. Dieses Projekt hat bei dem Düsseldorfer Integrationspreis den dritten Platz erreicht.

Einer der geflüchteten Jungen hält bei der Preisverleihung eine Rede und hat viel zu berichten: "Als ich nach Düsseldorf kam, habe ich das PULS im Internet gefunden. Davor hatte ich keine Freunde in Deutschland und niemand hat mich verstanden, aber im Puls habe ich schnell viele Freunde gefunden." Im PULS wird also nicht nur geholfen, sondern es werden auch Freundschaften geschlossen.

Das Ziel des Projektes ist es, die Jugendlichen zu stärken und zu unterstützen. Sie sollen selbstbewusster werden und ihnen soll gezeigt werden, dass man sie so akzeptiert, wie sie sind. Dazu sagt der Geflüchtete: "Das PULS ist wie eine zweite Familie für mich. Wir haben im PULS eine Gruppe für Flüchtlinge und Migranten, welche ich besuche. Da können wir zusammen über unsere Probleme und Schwierigkeiten als Homosexuelle reden, aber wir haben auch viele schöne Abende."

"Oft fehlt es den Jugendlichen an Selbstbewusstsein, Mut und Schutz", sagt der Leiter des Projekts, Jukka Jokela. Ein pädagogisches Team steht den Jugendlichen zur Seite. es berät sie und hilft bei allen Problemen.

Ganz besonders bedankt sich der Jugendliche noch bei Jokela: "Er hat vielen LGBT-Flüchtlingen geholfen bei Fragen zum Asyl und dem Wohnen. Jetzt, nachdem ich im PULS bin, bin ich echt überglücklich und ich bin sehr dankbar dafür."

von Jonathan

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