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Jugendrat wandert 62,4 Kilometer für Afrika - Wandern tut Gut(es)!

06.07.2018

Ein Wochenende im Nationalpark Eifel wandern und dabei möglichst viele Spendengelder für zwei Hilfsprojekte in Ostafrika sammeln – das war das Ziel der 31 Mitglieder des Düsseldorfer Jugendrates. Mit dem Spendenslogan "Wandern tut Gut(es)!" setzten die Jugendlichen ein Zeichen für die Notwendigkeit, die humanitäre Lage auf dem afrikanischen Kontinent zu verbessern. Hinter ihnen liegt eine anspruchsvolle, kräftezehrende Tour, auf der sie gemeinsam Höhen und Tiefen durchlebt haben.

Auslöser für die Spendeninitiative war die Vorstellung der Arbeit zweier besonderer Vereine auf den letzten Jugendratssitzungen: LEBENSzeichenAfrika e. V. und Viva con Agua de Sankt Pauli e. V. Der engagierte Einsatz der jugendlichen Vereinsmitglieder, die mit verschiedenen Projekten versuchen, die prekäre Lage in besonders benachteiligten Regionen Afrikas zu bessern, beeindruckte die Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter.

Gemeinsam über Stock und Stein

So erarbeiteten die Jugendlichen ein Spendenprojekt, bei dem die beiden Vereine zu gleichen Teilen unterstützt werden sollen. Auf einer dreitägigen Wandertour durch die Eifel wollten die Jugendratsmitglieder 70 Kilometer zurücklegen und damit 5.000 Euro an Spenden sammeln.

Voller Energie starteten 12 Jugendratsmitglieder zwischen 15 und 19 Jahren die Tour am vergangenen Freitag, als sie in der kleinen Ortschaft Nideggen aufbrachen, um die ersten 17 Kilometer auf der anspruchsvollen Felspassage zurückzulegen. Während ungewohnte Steigungen einen turbulenten Start darstellten, boten sich atemberaubende Aussichten auf naturbesetzte Täler.

"Die Strecke war für uns als ungeübte Wanderer sehr anspruchsvoll und schnell ließen die Kräfte nach", schildert Vanessa Jansen, Mitinitiatorin des Projekts, "doch wir spornten uns gegenseitig an, um schließlich gemeinsam die schwierige erste Etappe zu meistern."

Am zweiten Tag erwartete die Jugendlichen die längste der drei Wanderungen: 36 Kilometer über die Buntsandsteinroute und den Wildnis-Trail. Über schmale und überwachsene Pfade bahnten sie sich den Weg durch den Nationalpark Eifel und machten dabei zahlreiche Entdeckungen sowie hautnahe Begegnungen mit der Natur. "Die meisten von uns sind in der Großstadt aufgewachsen und selten so intensiv wie auf dem Wildnis-Trail mit einer Fülle von Insekten-, Vogel und Pflanzenarten oder mit menschenleeren, ausgedehnten Landschaften in Kontakt gekommen", so Jugendratsmitglied Tobias Pieczewski.

Von Zweifeln und Zusammenhalt

Auch wenn die Jugendlichen sich wacker hielten, mussten sie dennoch den Weg abkürzen. Die Beschaffenheit des Terrains brachte sie an ihre Grenzen, sodass sie öfter Rast einlegten. Da die Zeit drängte, verkürzten sie die Tour.

"Während der härtesten Etappe taten sich uns manchmal Zweifel auf. Wieso lassen wir diese Strapazen überhaupt über uns ergehen? Doch wir erinnerten uns an unser gemeinsames Ziel, für das wir bis zum Limit zu kämpfen bereit waren – und darüber hinaus." bekräftigt Jugendratsmitglied Lydia Schmiedel.

Der dritte Tag brachte eine finale Herausforderung von knapp 17 Kilometern mit sich. Auch wenn die Kräfte nicht mehr in Fülle aufrufbar waren, strengten sich alle zum Ende hin nochmal deutlich an. Immer stärker überwog die Freude die anspruchsvolle Tour nun bald geschafft zu haben.

Während seiner Wanderung setzten sich die Jugendlichen auch einen thematischen Schwerpunkt. So erfuhren sie in Heimbach viel Wissenswertes über den Nationalpark Eifel und das natürliche Ökosystem. Auf einer Bootsfahrt über den Rursee erhielten sie Informationen zu den Themen der Wasserversorgung und –verschmutzung.

Auf das Ergebnis sind sie stolz

Am Ende stand ein beachtliches Ergebnis fest: 62,4 Kilometer für den guten Zweck. Darauf sind die Mitglieder des Jugendrates mächtig stolz: "Wir sind damit sehr nah an unser ambitioniertes Ziel von 70 Kilometern gekommen", erklärt die stellvertretende Sprecherin Caroline Janßen,  "Angesichts des unwegsamen Terrains, das wir so nicht erwartet haben, sind wir sehr erfreut über das tolle Ergebnis."

Niemand von ihnen  ist jemals drei Tage am Stück gewandert. Mit knapp 1.500 Höhenmetern, die sie bezwungen haben, sind alle über sich hinaus gewachsen. Das sei nicht einfach gewesen, jedoch habe dies die Gruppe zunehmend zusammengeschweißt, sagt Jugendratssprecher Lukas Mielczarek.

Die erwanderten Spendengelder sollen dem Ausbau der sanitären Infrastruktur in Äthiopien und dem Ausbau einer Krankenschwesterschule in Uganda zugutekommen. Doch noch sucht der Jugendrat fleißig nach Unterstützerinnen und Unterstützern und bittet Unternehmen sowie Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger, für den guten Zweck zu spenden. "Wir haben ca. 15% unseres Spendenziels erreicht", erläutert der Sprecher, "doch wir kämpfen weiter. Wenn alle mitmachen kann direkte Hilfe in den betroffenen Regionen geleistet werden."

Das Spenden ist auf www.wanderntutgutes.de möglich. Interessierte Personen können pro Kilometer einen bestimmten Betrag zusichern oder einen Pauschalbetrag vereinbaren. So sollen am Ende 5.000 Euro zusammenkommen.

von Lukas Mielczarek

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