Die Mitglieder des neuen Jugendrats stehen fest. Nach dem Frust über wenig Kandidaten und wenig Wähler sollen die gewählten Jugendlichen noch im Dezember mit ihrer Arbeit beginnen – als Sprachrohr der Düsseldorfer Jugend.
Ein wenig frustrierend war die Jugendratswahl für Joachim Möntmann schon. Er ist beim Jugendamt für die Geschäftsstelle des Jugendrates zuständig. Am Mittwoch, dem Wahltag, war er noch von 40 Prozent Wahlbeteiligung ausgegangen. Letztendlich waren es gerade mal 20,69 Prozent. Nur etwa 10.000 der knapp 49.000 Jugendlichen gaben ihre Stimme ab.
Enttäuschung über wenig Kandidaten und Wähler
"Das ist enttäuschend", sagt Möntmann. "Das habe ich anders eingeschätzt." Es gab 2013 an viel mehr Schulen Wahllokale als bei der vergangenen Wahl vor drei Jahren. Damals wählten etwa 20 Prozent der Düsseldorfer Jugendlichen. Weil dieses Mal aber theoretisch 35.000 Jugendliche mit Wahllokalen erreicht wurden, schätzte Möntmann die Zahl der Wähler höher. "Wir haben aber festgestellt, dass viele Schüler keine Infos über die Wahl hatten", erklärt Möntmann. "Das wurde in der Schule nicht weitergegeben."
Das ist auch deswegen enttäuschend, weil Möntmann sich am Mittwoch im Gespräch mit youpod eher Gedanken über die Anzahl der Kandidaten machte. Bei 42 Bewerbern auf 31 Plätze im Jugendrat hatten die jungen Wähler in vielen Stadtbezirken keine Auswahl. Wo es beispielsweise nur einen Platz zu vergeben gab, war sowieso nur eine Kandidatin zu wählen.
Jugendrat fängt im Dezember an
Das will Möntmann aufarbeiten. Seine Arbeit soll die Frage begleiten, wie der Jugendrat enger mit Schulen zusammenarbeiten kann. Auf die 31 gewählten Jugendratsmitglieder soll der Frust keine Auswirkung haben. Sie sollen sich bereits im Dezember kennenlernen und ab Januar überlegen, woran sie arbeiten möchten.
Bei ihren Bewerbungen gaben die Jugendlichen an, für was sie sich einsetzen möchten. "Vier Schwerpunkte wurden sichtbar", fasst Möntmann zusammen, "Kultur, Sport, Freizeit und Schule." Und auch Möntmann selbst hat Ziele. Er will mit Jugendliche in den einzelnen Stadtteilen sprechen und ihre Interessen bündeln. Außerhalb der Schule und nicht unbedingt für politische Wege. Er möchte sich mit den Jugendlichen Gedanken machen, wie sie ihre Wünsche selbst umsetzen können.
Und das mit Hilfe der 31 Mitglieder im Jugendrat. Sie wollen die Stimmen der Düsseldorfer Jugendlichen hören und in die Politik der Stadt bringen.
Die 31 Mitglieder, das sind:
Stadtbezirk 1
Hobelsberger, Philipp
Wimmers, Anna Lena
Novotny, Aileen
Stadtbezirk 2
Brink, Leon
Silbach, Dominik
Shahinzad, Shaylin
Stadtbezirk 3
Yilmaz, Fatihhan
Schultz, Georg (aus Stadtbezirk 1)
El Makrini, Yousra
Heuser, Laura
Kauz, Franziska
Stadtbezirk 4
Bintz, Constantin
Sikau, Lea
Stadtbezirk 5
Ehrenberg, Niclas
Geffroy, David
Giannakis, Sophia
Stadtbezirk 6
Deling, Moritz
Ising, Daniel
Uhl, Antonia
Stadtbezirk 7
Möller, Mike
Kahraman, Berivan
Sonntag, Kaya
Stadtbezirk 8
Kissing, Tim
Yildirim, Zerina
Zotter, Annkatrin
Stadtbezirk 9
Norizin, Michael
Vogel, Pascal
Qassiti, Ikram
Saleh, Sarah
Schuldzinski, Martha
Stadtbezirk 10
Jansen, Sina
Ein youNEWS-Beitrag von
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Veröffentlicht am
5. Dezember 2013
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