Die Düsseldorfer nutzen ihre Stadtbüchereien gerne und häufig. Wieder wurde ein neuer Rekord verkündet: 1,4 Millionen Besucher kamen und liehen sich 5,4 Millionen Bücher aus.
Ganz genau 5.361.555 Bücher, CDs, Spiele, Videos und andere Medien haben sich die Besucher 2015 ausgeliehen. Das sind noch mal mehr als im Jahr davor. Und damals stellten die Stadtbüchereien auch schon einen Rekord auf.
Besonders viel wird neben der Zentralbibliothek am Hauptbahnhof auch in den Stadtteilbüchereien in Bilk (352.768 Entleihungen, 88.561 Besuche), Derendorf (288.208 Entleihungen, 68.461 Besuche) und Benrath (279.406 Entleihungen, 68.058 Besuche) ausgeliehen.
Insgesamt kamen 1,4 Millionen Besucher vorbei. In der Online-Bücherei waren es 1,6 Millionen.
Die beliebtesten Medien 2015 waren:
Romane: Michel Houellebecq "Unterwerfung", Salman Rushdie "Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte", Frank Witzel "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969"
Die beliebtesten Kinder- und Jugendbücher: Kerstin Gier "Silber. Das dritte Buch der Träume: Just dreaming", Jeff Kinney "Gregs Tagebuch, Band 10: So ein Mist", Ingo Diegner "Der kleine Drache Kokosnuss – die Mutprobe"
Die beliebtesten Sachbücher: Hamed Abdel-Samad "Mohamed: eine Abrechnung", Navid Kermani "Ungläubiges Staunen: über das Christentum", Bruno Preisendörfer "Als Deutschland noch nicht Deutschland war: Reise in die Goethezeit"
Die Ausleih-Hits 2015 in der onlineBibliothek waren: Ken Follett: "Kinder Der Freiheit" (eBook), Jussuf Adler-Olsen: "Verheißung" (eBook), Uwe Timm: "Die Entdeckung der Currywurst" (eAudio)
Die digitalen Ausleih-Renner für Pop, Jazz und Klassik waren: (Pop) Louane: "Chambre 12", (Jazz) Omer Klein: "Fearless Friday", (Klassik) Grigorij L. Sokolov: 2Sokolov – the Salzburg recital"
Es sollen noch mehr Besucher kommen
Das Planungsteam der Stadtbüchereien rechnet damit, dass die Ausleihen weiter so hoch sein werden, aber nicht viel weiter steigen. Trotzdem sollen künftig noch viel mehr Besucher kommen, glaubt das Team.
Bücherei als Wohnzimmer
Denn: Die Düsseldorfer sehen ihre Büchereien als "öffentliches Wohnzimmer". Sie kommen, um zu lesen, um an Referaten zu arbeiten, um das WLAN zu nutzen. Sie leihen nicht unbedingt etwas aus.
Dafür sind die Tische, Stühle und Arbeitsplätze in den Büchereien mittlerweile stark umkämpft. Die Stadtbüchereien hoffen deswegen auf mehr Räume. Ein Umzug der Zentralbibliothek am Hauptbahnhof ist im Gespräch.
Außerdem setzen die Büchereien auf Wohlfühl-Atmosphäre, so wie es sich für ein Wohnzimmer gehört. Andere Büchereien in anderen Städten und Ländern machen es vor: mit Restaurants, Cafés und Ruhezonen.
In Düsseldorf steht bereits fest, dass die Zentralbibliothek in den kommenden Jahren mehr und mehr zur internationalen Bibliothek wird. Das Angebot für Flüchtlinge, Asylsuchende und Migranten wird größer.
Außerdem wird es Ende 2016 eine große Kundenbefragung geben. Dann können die Besucher genau sagen, was sie sich von ihren Stadtbüchereien wünschen.
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Veröffentlicht am
13. Mai 2016
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