Wenn andere Schüler ganz schnell nach Hause wollen, treffen sich einige Mädels und Jungs des Cecilien-Gymnasiums freiwillig. Sie haben einen guten Grund: Sie gehen zum CeciFilmClub ins Filmmuseum.


Der CeciFilmClub ist zwar eine Kooperation des Gymnasiums mit dem Filmmuseum in der Altstadt, hat allerdings wenig mit dem normalen Unterricht zu tun. Das ist Freizeit, betont Kunstlehrer Martin Schilken, der den Filmclub koordiniert. "Der Spaß der Schüler ist das Wichtigste. Sie sollen ihren Club selbst gestalten. Ich ziehe mich total zurück, bin manchmal gar nicht da", erklärt Schilken seine Rolle.

Seine Schüler bestätigen ihn. "Die Leute sind hier total losgelöst von der Schule", findet Alina Valjent (18 Jahre). Sie ist eine der Filminteressierten, der zehnten bis 13. Klassen, die an dem Club teilnehmen dürfen. Auch Florentin Gronsk (16) war sofort dabei, als es im Februar dieses Jahres losging. "Es gibt Filme, die etwas Besonderes in einem auslösen", sagt sie. "Ich wollte wissen, wie es dazu kommt." Und Mitschülerin Mira Reeh (16) wollte wissen, wie Filme gemacht werden, und über sie reden.

Genau das macht sie jetzt alle zwei Wochen in zwei Kursen des CeciFilmClubs. Das Filmmuseum vermittelt darin zum einen praktische Filmarbeit. Die Schüler lernen vor und hinter der Kamera zu agieren, haben ein kurzes Drehbuch geschrieben und sind nun dabei, ihren ersten Kurzfilm zu drehen, der später im Filmmuseum Premiere feiert. Zum anderen lernen die Schüler im Filmclub, was ein Film ist. Sie sehen Filme und analysieren sie danach. Selbst die Theorie macht ihnen Spaß. Eine Diskussion kann schon mal schnell drei Stunden dauern. Die Schüler müssen sich "rausschmeißen" lassen, sonst würden sie wahrscheinlich die Nacht durchdiskutieren.

So viel Engagement muss belohnt werden. So hat das Filmmuseum der Gruppe angeboten, ab und zu in der Black Box selbst ihre Lieblingsfilme zu zeigen. Klar ist auch schon, dass es nach Kursende im Mai eine Fortsetzung geben wird – die wird freiwillig und ohne Noten bleiben.

Zusätzlich dazu plant Lehrer Schilken ab dem kommenden Schuljahr einen Projektkurs zu Trickfilm, Modellbau und Ruhrgebietsarchitektur, den die Cecilien-Schüler nachmittags wie eine AG besuchen können und der schließlich in ihre Abi-Note einfließt.

Auch das Filmmuseum will ein Zusatzangebot schaffen. Bernd Desinger, Direktor des Filmmuseums: "Wir bieten demnächst eine Reihe mit Schnupper-Workshops an. Profis aus dem Filmbereich stellen darin ihre Berufe vor." Und vielleicht wird aus dem freiwilligen Engagement der Cecilien-Schüler eine berufliche Zukunft.

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Veröffentlicht am 8. April 2011
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