Meine Schule, das Goethe-Gymnasium, lud im März mit und im FFT Juta zu den Schultheatertagen ein. Eine Freundin von mir gehört zu unserer Theatergruppe. Ich habe für euch ihre Eindrücke aufgeschrieben.


Am Dienstag, dem Eröffnungstag des Festivals, spielte der Theaterprojektkurs des Goethe-Gymnasiums die Eröffnung, gefolgt von drei weiteren Inszenierungen anderer Schulen. Die Themen der anderen Stücke lösten Verwunderung aus, da sich beispielsweise das Stück "Das Innenleben der Minions" ausschließlich in "Minion-Sprache" abspielte und die behandelten Themen der Stücke nicht so ernst waren wie die unseres Stücks "häppy häns_wie es euch gefällt", in dem es um digitale Medien und Kommunikation, ihren Einfluss und unseren Umgang damit geht.

Mittwoch

Der Workshop der Freien Christlichen Gesamtschule am Mittwoch war in drei Bereiche geteilt: darunter digitale Bühnenmalerei mit dem Programm TagTool. Dann wurden uns Lego-Mindstorm-Roboter vorgestellt, mit denen die Schule auch an einem Wettbewerb teilgenommen hatte. Und schließlich noch weitere elektronische Entwicklungen der Gruppe. Es war sehr interessant und auch beeindruckend, wie gut die Schüler damit umgehen konnten. Abschließend haben wir uns spontan dazu entschlossen gemeinsam den "Cup-Song" zu spielen, wobei nochmal ziemlich gute Laune aufkam.

Später haben wir uns das Stück "Ups, da war noch was" der Carl-Sonnenschein-Grundschule angesehen. Die jungen Schüler beschäftigten sich damit, was es heißt, mutig zu sein, was Übermut ist und wie es ist, zusammen mutiger zu sein. Es war eine schöne und auch sehr süße Inszenierung, die im Vergleich zu anderen Produktionen auch wieder eine ganz andere Perspektive zeigte.

Es folgte die Inszenierung "Erebos", der Schüler des Theodor-Fliedner-Gymnasiums, die auf dem gleichnamigen Roman von Ursula Poznanski basiert. Die Personen in der Realität vermischen sich mit den Charakteren des Computerspiels. Die Ausschnitte ihrer Produktion haben sie mithilfe kurzer Filmausschnitte unterstützt, um Fiktion und Realität gegenüber zu stellen, was ihnen gut gelungen ist.

Das letzte Stück des Abends "Verurteilt zum Leben", eine Produktion des Luisen-Gymnasiums, ist Teil einer siebenteiligen Reihe von Inszenierungen unter dem Titel "Wollt ihr wirklich wissen, wer wir sind". Es handelte von der eigenen Anpassung an die Forderungen der Eltern und der Gesellschaft, die nicht immer mit der eigenen übereinstimmen. Auch wenn nur wenig Schauspieler aufgetreten sind, war es eine kraftvolle und äußerst spannende Inszenierung.

Nach dem üblichen 20-Minuten-Gespräch zwischen Darsteller und Publikum gab es noch ein kleines Abendessen um sich auszutauschen und weitere Kontakte zu knüpfen.

Donnerstag

Am Nachmittag zeigte uns die Anne-Frank-Realschule Ausschnitte aus ihrer Produktion "Fortuna ist eine Frau". Sie beschäftigten sich mit Frauenfußball-Klichees und setzten diese auch gut um. Ein Mädchenfußballteam versucht sich gegen Eltern und einem Bauunternehmen durchzusetzen und zu beweisen, dass sie auch Fußball spielen können. Die Gruppe überzeugte mit einer sehr unterhaltsamen Umsetzung, einem Fußballspiel zu Tschaikovskys Schwanensee und einem tollen Abschlussbild des gemeinsamen Verfolgens eines Fußballspiels.

In der 20-Minuten-Nachbesprechung herrschte gute Stimmung und es wurden verschiedene Eindrücke ausgetauscht.

Anschließend besuchten wir die Inszenierung "Fluchträume" der Joseph-Beuys-Gesamtschule. In Ausschnitten aus ihrer Produktion beschäftigten sie sich mit dem Thema Flucht und was die Menschen dazu bewegt, zu fliehen. Diese Produktion beeindruckte mit verschiedenen ausdrucksstarken Bildern auf der Bühne, die das Zuschauen äußerst spannend machten.

Die letzte Inszenierung der 9. Schultheatertage war die des Görres-Gymnasiums unter dem Titel " Der Schlaf des Vergessens gebiert Ungeheuer" Die gezeigten Ausschnitte basierten auf dem Werk "Jeder stirbt für sich allein" von Hans Fallada. Die Schüler beschäftigten sich mit aktuellen Fragen, die auf das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte, des Nationalsozialsmus zurückführen. Es wurden verschiedene Perspektiven des Mörders, Mitläufers oder Opfers dargestellt. Die Produktion wurde durch ausdrucksstarke Bilder, Tanz und Gesang unterstützt.

Zum letzten Mal kamen Zuschauer und Darsteller für das 20-Minuten-Gespräch zusammen und bei einem kleinen Abendessen ließen wir die Theatertage zu Ende gehen.

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Veröffentlicht am 30. März 2016
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