Die erste Ferienwoche ist rum und ihr wisst immer noch nicht, wo es hingehen soll? Unsere Autorin Katharina Schneider-Bodien hat Berlin erkundet und gibt euch Tipps zu Unterkunft, Essen und Trinken – und zu allem, was sonst noch wichtig ist.
"Du schmeckst nach Crem’ und Koffein, so herb und auch feminin, du kommst mit jedem klar, offenbar. Ein Duft, wie ein Schuss Adrenalin Chanel, Kebab und Benzin, du riechst so geil Berlin!", weiß Sänger Roger Cicero und trifft damit genau die aktuelle Stimmung der Hauptstadt. Die erste Woche der Sommerferien ist schon vorbei und ihr habt keine Lust, mit den Eltern wegzufahren? Richtig viel Geld ausgeben wollt ihr auch nicht? Also: Auf nach Berlin. Am besten packt ihr eure Freunde gleich mit ein!
Unterkunft:
Das Metropol-Hostel auf dem Mehringdamm liegt sehr zentral. Mit der U-Bahn seid ihr in vier Stationen in Berlin-Mitte, in fünf Stationen an der Friedrichstraße. Bis Ende August bietet das Hostel ein spezielles Ferienangebot an. Dann kostet ein Acht-Bettzimmer mit Dusche und WC 16 Euro pro Nacht und Person, das Vier-Bettzimmer mit Dusche und WC 19 Euro und ein Doppelzimmer 58 Euro. Als Einzelreisender im Mehrbettzimmer zahlt ihr neun Euro pro Nacht, im Einzelzimmer 39 Euro. In diesen Preisen sind Frühstück, Bettwäsche und ein kleines Handtuch inbegriffen.
Essen und Trinken:
In den Arcaden am Potsdamer Platz findet ihr auf der zweiten Etage das Restaurant Salomon Bagels. Hier könnt ihr erst einmal aus vielen verschiedenen Bagel-Sorten wählen. Dann habt ihr die Qual der Wahl beim Belag. Oder ihr nehmt welche mit: Sechs Stück kosten fünf Euro.
In Schöneberg könnt ihr griechisch essen. In der Taverna Trilogie (Motzstraße 45) findet ihr traditionelle griechische Küche unweit des Verkehrsknotenpunktes Nollendorfplatz.
Im Prenzlauer Berg müsst ihr bei Anna Blume vorbeischauen. Das Café und Restaurant verkauft neben den besten Torten im Kiez auch Schnittblumen. Bei gutem Wetter sitzt man draußen, bei schlechtem auch drinnen. Wenn ihr nachmittags ohne Vorbestellung einen Platz bekommt, dürft ihr stolz sein!
Shopping:
Wenn ihr sowieso schon im Prenzlauer Berg seit, plant am Besten einen ganzen Tag ein und lasst euch treiben. Denn Filialen der üblichen Verdächtigen sucht ihr hier vergebens, die Läden sind inhabergeführt. Für die Damen hier ein Modetipp: Auf der Prenzlauer Allee müsst ihr den Boutiquen Avenue 201 und La Strada Berlin einen Besuch abstatten. Hier findet ihr Berliner Designer neben Mode aus Frankreich und Italien. Samstags gibt es am Kollwitzplatz einen tollen Markt, den schon Bill Clinton und viele weitere Berlinreisende besucht haben.
Ein Muss sind auch die Hackeschen Höfe unweit der Museumsinsel. Neben dem Ampelmannshop und dem Perlenladen "Perlin" findet ihr in vielen kleinen Höfen ein Kino, ausgefallene Designshops und Restaurants.
Auch wenn das KaDeWe nicht unbedingt zur Kategorie "preisgünstig" gehört, ist ein Besuch im fünften Stock Pflicht. Dort gibt es Lebensmittel aus der ganzen Welt, darunter auch eine Biertheke mit Bier aus Kanada, Amerika und Neuseeland.
Sehenswürdigkeiten:
Wer in Berlin ist, muss zum Brandenburger Tor. Und wer am Brandenburger Tor ist, besucht auch die Reichstagskuppel. Für den Besuch müsst ihr euch jedoch mindestens zwei Werktage im Voraus anmelden. Bei der Anmeldung werden eure Namen und Vornamen sowie euer Geburtsdatum benötigt. Den Link zur Anmeldung findet ihr in unseren Klicktipps.
Gerade wenn ihr das erste Mal in Berlin seit, ist eine Bustour zu empfehlen. Die Busse fahren die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an, bei "Hop-on-Hop-off"-Angeboten könnt ihr aus- und einsteigen wann ihr wollt. Die Bustouren sind zwar nicht ganz so günstig, aber so bekommt ihr einen guten Überblick. Sparen könnt ihr, wenn ihr die Tickets im Vorfeld online bucht.
Das längste Mahnmal für Frieden und Versöhnung in Berlin ist die East-Side-Gallery. Auf einer Länge von 1,3 Kilometern bemalten zahlreiche Künstler aus aller Welt nach dem Ende der Teilung 1990 die triste Mauer entlang der Mühlenstraße. Autoabgase und mutwillige Zerstörung setzen der East-Side-Gallery leider kräftig zu. Die unkenntlich gewordenen Motive wurden daher 2009 von den Künstlern weitgehend originalgetreu neu gemalt. Der Besuch der East-Side-Gallery ist kostenlos und bietet tolle Motive fürs Urlaubsalbum. Direkt gegenüber liegt die neue Heimat der Eisbären Berlin, die Berliner O2 World. (Die Berliner freuen sich bestimmt, wenn ihr ein Foto mit DEG-Schal macht.)
Ganz ohne Museum geht es auch in Berlin nicht: Ideal und wirklich spannend sind die Museen der Museumsinsel. Im Neuen Museum findet ihr die berühmte Nofretete, in der Alten Nationalgalerie sind Werke der französischen Impressionisten (Manet, Monet, Renoir) zu sehen, daneben Gemälde der Romantik von Caspar David Friedrich und Karl Friedrich Schinkel. Und danach geht es mit dem Bus zum Alexanderplatz.
Verkehr:
Mit dem WelcomeCard-Ticket für Berlin kann eine Person 48 Stunden (16,90 Euro), 72 Stunden (22,90 Euro) oder fünf Tage (29,90 Euro) mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, Tarifbereich AB fahren. Ihr könnt auch ein Ticket ABC kaufen, dann könnt ihr bis Potsdam fahren. Mit der WelcomeCard bekommt ihr bei vielen Museen und anderen Institutionen Vergünstigungen. Weitere Informationen erhaltet ihr bei allen Tourismuszentren (u. a. am Hauptbahnhof).
Wenn ihr auf eurem Berlin-Tripp weitere Geheimtipps entdeckt, lasst uns diese wissen. In diesem Sinne: Viel Spaß in der Hauptstadt!
Klicktipps:
www.metropolhostel-berlin.com
www.berliner.de
www.potsdamer-platz-arkaden.de
www.cafe-anna-blume.de
www.bundestag.de/besuche/formular.html
Ein youNEWS-Beitrag von
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Veröffentlicht am
1. August 2011
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