Auf der Strecke vom Burgplatz bis zum Landtag reihen sich die Stände aneinander. Von Mitmachständen über Verkaufsstände bis zu Essensständen ist für jeden Japan-Freund etwas dabei – auch für die beiden Youpod-Reporterinnen Derya und Veena.


Meine Kollegin und ich waren zuerst bei der Kalligraphie. Neben Begriffen wie "Liebe" und "Frieden" konnte man sich auch seinen eigenen Namen malen lassen. Wie an vielen anderen Ständen auch erhielt man zusätzlich einen kleinen Origami-Kranich und hatte die Möglichkeit, für die Opfer der Fukushima-Katastrophe zu spenden. Origami selber wurde auch angeboten. Meine Kollegin und ich haben uns auch in der japanischen Faltkunst ausprobiert und einen Hund und eine Rose gefaltet. Kraniche konnte man leider nicht falten.

Der nächste Stand war ein persönliches Highlight für meine Kollegin. Als großer Japan-Fan sollte ihr endlich der Traum erfüllt werden, einmal einen Kimono tragen zu dürfen. Da dieser Stand sehr beliebt war, musste jeder ein Ticket für fünf Euro kaufen. Da wir noch Zeit hatten bis meine Kollegin dran kommen sollte, erforschten wir in der Zwischenzeit noch andere Stände. An zwei Ständen wurde das Spiel Shogi erklärt. Shogi ist eine japanische Variante von Schach. An den Ständen konnte man verschiedene Varianten von Shogi ausprobieren. So gab es unter anderem eine Kinderedition mit bunten Steinen. Nachdem wir einige Zeit lang Spieler beobachtet und das Spiel immer noch nicht verstanden hatten, war es Zeit für die Kimono-Anprobe meiner Kollegin. Sie suchte sich einen hellgrünen Kimono aus und wurde sofort eingekleidet. Für Außenstehende war dieser Vorgang kaum zu verfolgen, weil die Japanerinnen mit einer unglaublichen Schnelligkeit arbeiteten. Das lange Warten und die fünf Euro hatten sich definitiv für meine Kollegin gelohnt. Mit einem großen Strahlen ließ sie sich fotografieren und schien sich sehr wohl zu fühlen im Kimono.

Die Verkaufsstände waren genauso beliebt und hatten allerlei zu bieten. Neben bekannten Artikeln von Hello Kitty, dem japanische Glücksbringer Maneki Neko und Figuren wie Mario und Luigi, waren auch neue Produkte wie Kawaii Gift zu erwerben. Beim Japan-Tag konnte man jedoch nicht nur Sachen kaufen, sondern auch gewinnen. So erhielt der Gewinner des Manga-Wettbewerbs ein Flugticket nach Japan.

Abgesehen vom japanischen Mangatrend an sich, sorgte auch das Cosplay für große Begeisterung. So waren am Japan-Tag viele Fans als ihre Lieblingshelden aus Anime, Comics und Spielen verkleidet. Neben bekannten Verkleidungen wie Pikachu und Sailor Moon waren auch andere Verkleidungen anzutreffen, die teilweise nicht japanischer Herkunft waren. Auch andere Menschen mit oder ohne Verkleidung sorgten für Aufsehen. So liefen viele Leute mit "Free Hugs"-Schildern rum. Wieso gerade am Japan-Tag so viele Menschen Umarmungen verschenkten, war meiner Kollegin und mir ein Rätsel.

Sportlich gesehen hatte der Japan-Tag auch etwas zu bieten. So gab es unter anderem einen Stand für Bogenschießen. Dort konnte man Profis beim Schießen zu gucken, aber auch selber mal den Schuss auf die Zielscheibe wagen. Nebenbei konnte man viel über die japanische Geschichte lernen und auch traditionelle Trachten sehen.

Highlight des Japan-Tages war das Feuerwerk am Abend. Japan und Deutschland feiern dieses Jahr ihre 150-jährige Beziehung. Hierzu gab es auch einen interessanten Stand der japanischen IHK mit den verschiedenen Entwicklungsphasen. Das 25 minutenlange Feuerwerk stellte die Beziehung durch Blumen und Goldregen dar.

Insgesamt hatten wir einen super Tag und freuen uns jetzt schon auf das kommende Jahr. Vielleicht trauen wir uns auch nächstes Jahr an die überfüllten Essensstände, um eine der japanischen Köstlichkeiten zu bekommen.

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Veröffentlicht am 18. Oktober 2011
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