Lachgas wird häufig unterschätzt, vor allem weil es legal erhältlich ist, etwa in Form von Sahnekapseln aus Supermärkten. Gerade diese vermeintliche Harmlosigkeit führt dazu, dass viele die realen Risiken ausblenden. Denn Lachgas ist ein Betäubungsmittel. Es verändert die Wahrnehmung, greift in das Nervensystem ein und kann sowohl kurzfristig als auch langfristig gefährliche Folgen haben. Autor Leonard Alldridgevon der Lore-Lorentz-Schule hat sich mit Lachgas und den Risiken beschäftigt.

Rausch, Schwindel, Kontrollverlust

Der Rausch setzt sehr schnell ein. Viele beschreiben ihn als tiefes und starkes Brummen oder Vibrieren im Kopf, ähnlich dem Geräusch eines Stromkastens oder eines Störsignals. Dieser Zustand hält meist nur 30 Sekunden bis etwa eine Minute an. Typisch sind Schwindel, Taubheitsgefühle und ein kurzer Kontrollverlust. Obwohl der Effekt kurz ist, kann er überraschend heftig ausfallen bis hin zu Ohnmacht oder Gleichgewichtsverlust, was leicht zu Stürzen und Verletzungen führt.

Wie Lachgas die Gesundheit gefährdet

Die gesundheitlichen Risiken sind ernst zu nehmen. Lachgas verdrängt Sauerstoff in der Lunge und kann dadurch einen Sauerstoffmangel im Gehirn auslösen. Häufiger oder intensiver Konsum kann zudem Nervenschäden verursachen, weil Lachgas den Vitamin-B12-Stoffwechsel blockiert. Das zeigt sich oft zuerst durch Kribbeln in Armen und Beinen, kann aber bis zu dauerhaften neurologischen Problemen reichen.

Besonders gefährlich ist das Inhalieren aus großen Behältern oder in geschlossenen Räumen, da hier Erstickungsgefahr besteht. Dass Lachgas so leicht verfügbar ist, macht es nicht weniger riskant. Vor allem in Kombination mit Alkohol oder anderen Drogen steigt die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen deutlich.

Hol Hilfe bei Problemen

Wenn du selbst oder jemand in deinem Umfeld Lachgas konsumiert, ist es wichtig, die Risiken im Blick zu behalten. Hol bei Bewusstlosigkeit, Atemproblemen oder anhaltender Taubheit sofort medizinische Hilfe. Bei Fragen oder wenn du Hilfe benötigst, sind Düsseldorfer Beratungsstellen anonym und kostenfrei für dich da.

Der Rausch mag kurz sein, die Folgen können deutlich länger nachwirken.

 

Autor: Leonard Alldridge

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Veröffentlicht am 23. März 2026
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