In der Vollversammlung des Jugendrings Düsseldorf am 26. März 2026 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Victor Wunderlich (Ring deutscher Pfadfinder) übernimmt den ersten Vorsitz und folgt damit auf Andreas Kremer (SJD – Die Falken). Ronja Munko (PULS) wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Emily Esser (ejd) wurde neu in den Vorstand gewählt und übernimmt den bisherigen Posten von Noah Hanke (ejd), der nicht erneut kandidierte. Andreas Kremer hatte sich aus privaten Gründen entschlossen, nicht erneut als Vorsitzender zu kandidieren. Er bleibt aber dem Vorstand erhalten und wurde als Vorstandsmitglied bestätigt. Weiterhin Mitglied des Vorstands bleibt Nico Kranz (Haus Spilles).
Der neue Vorstand möchte in den kommenden Jahren Schwerpunkte auf die Stärkung der Stimme junger Menschen, die Förderung von Demokratie, die Weiterentwicklung einer lebenswerten Stadt für junge Menschen sowie den Ausbau der Zusammenarbeit mit den Mitgliedsverbänden setzen.
Darüber hinaus hat die Vollversammlung den Vorstand beauftragt, sich aktiv an der Gründung eines Bündnisses für Bürger*innenbeteiligung zum Neubau der Oper zu beteiligen, damit Düsseldorferinnen bei der Entscheidung über einen möglichen Neubau der Oper mitbestimmen können – gemeinsam mit anderen Organisationen und Gruppen. Als Hintergrund sieht der Jugendring die langfristigen finanziellen Auswirkungen des Vorhabens: Für den Opernneubau seien derzeit 1 Milliarde Euro veranschlagt, hinzu kommen geplante Zinskosten von rund 800 Millionen Euro sowie weitere, bislang nicht bezifferte Betriebskosten (Kostenstand Ende 2025). Angesichts von Haushaltsrisiken, wirtschaftlichen Herausforderungen und Sparmaßnahmen spricht sich der Jugendring dafür aus, wesentliche Entscheidungen über die Stadtentwicklung direkt unter Beteiligung der Bürgerinnen zu treffen. Zudem solle kritisch geprüft werden, inwiefern ein Opernneubau jungen Menschen in Düsseldorf tatsächlich zugutekommt.
Zu Gast bei der Vollversammlung war außerdem Pina Nell, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. Sie unterstrich die Bedeutung von Demokratiebildung, würdigte das Engagement der jungen Ehrenamtlichen und betonte ihre Vorfreude auf eine gute Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.
Quelle: Jugendring Düsseldorf

