Weitgehend friedlich zogen am Samstag bis zu 2500 junge Menschen durch Düsseldorf. “Gen Z regelt” hatte an diesem Tag deutschlandweit zu Protesten aufgerufen.
Die junge Generation wollte viele Themen gleichzeitig auf die Straße bringen, denn sie sieht eine Zukunft mit vielen Problemen. Ihre Themen waren: Gesundheit, Klimaschutz, bezahlbares Wohnen, Wehrpflicht, Rechtsruck.
Viele Themen, viel Kritik
Das wurde auch auf vielen kreativen Plakaten deutlich: “Conni auf der Warteliste” prangerte die langen Wartezeiten bei psychischen Problemen an, “Eat the Rich” die finanzielle Ungleichheit, “Wir brauchen keine Überwachung und KI, sondern Bildung und Therapie” brachte eine Vielzahl an Kritik zusammen.
Viele Polizisten waren an dem Tag im Einsatz. Wasserwerfer und berittene Polizisten waren dabei. Die Bewegung schwappte aus Frankreich nach Deutschland. Im Nachbarland kommt es bei den Protesten immer wieder zu Gewalt.
Gewaltfreie Proteste
In Düsseldorf waren Demonstrant*innen und Polizei deeskalierend unterwegs. Auf der Kö wurden Luxusläden geschlossen und verbarrikadiert. Sitzbänke wurden als potenzielles Wurfmaterial abgebaut. Darüber machten sich die Teilnehmenden der Demo lustig. Keiner habe Lust auf Gewalt. Sie riefen lieber: “Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft”.
Als Pyro gezündet wurde, baten die Veranstalter, keinen Grund für Eskalation zu liefern. Die Polizei hielt sich zurück. Auch bei Gesundheitsmasken schritt sie nicht wegen Vermummung ein. Als der Demozug auf der Kö von einer Kette behelmter Polizisten gestoppt wurde, klärten beide Seiten schnell und unaufgeregt: Der Zug hatte eine Abbiegung verpasst und damit die Laufroute von Hauptbahnhof bis Kniebrücke verändert. Er drehte um und nahm den richtigen Weg.
Dazu passt auch dieses Demo-Schild: “Das einzige, was mir heute Angst macht, ist eure Politik!”.














