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Mein Freiwilliges Soziales Jahr bei Youpod

08.05.2018

"Nee Sofie, nicht dein Ernst!" - das waren die ersten Worte meines Papas, als ich ihm erzählte das ich mich für FSJ-Stellen beworben hatte. "Das bringt dich doch nicht weiter, warum verplemperst du denn jetzt ein Jahr, such dir doch lieber irgendeine Ausbildung, …" Die Liste seiner Argumente gegen einen Freiwilligendienst schien endlos. Inzwischen bin ich seit acht Monaten FSJlerin bei youpod und sehr froh, dass ich mich von dieser Idee nicht habe abbringen lassen. 

Wie so viele junge Menschen hat es mich nach dem Abi in eine Richtung gezogen – Irgendwas mit Medien, vorzugsweise Kommunikationsdesign. Leider erübrigte sich dieser Wunsch aufgrund "mangelnder Eignung" sehr schnell wieder, und ich befand mich vor der Wahl, was ich mit mir nun anfangen sollte. Wie durch Zufall erhielt ich kurze Zeit später eine Rundmail vom Jugendring – das Düsseldorfer Jugendportal youpod suchte noch einen Freiwilligen! Kurze Zeit später stand fest: ich konnte das FSJ antreten.

youpod – ein FSJ mit Medien

Was mir bei youpod sehr gut gefällt ist das große Aufgabenspektrum. Durch die vielen Berichtmöglichkeiten hat man die Chance, verschiedene Sachen auszuprobieren und ist nicht an einen Bereich gebunden. Von Social Media Arbeit über Videoproduktionen bis hin zum klassischen Artikelschreiben, ich konnte mich an verschiedenen Dingen erproben und schauen, was mir am meisten liegt. 

Meine persönliche Entfaltung bei youpod

Anhand dessen habe ich dann über das Jahr hinweg ein paar Schwerpunkte erarbeitet. Mein Augenmerk liegt im Moment sehr stark auf Videoproduktionen, Social-Media-Arbeit und grafischen Aufgaben. Hier kann aber jeder das machen, was ihm mehr liegt. So hat mein Vorgänger Jonathan sich eher auf das Schreiben von Artikeln fokussiert und viele Pressetermine mitgenommen.

Dieser Prozess hat mir sehr dabei geholfen, mich selber zu finden. Inzwischen weiß ich, was mir liegt und was mir Spaß macht, aber auch, was nicht so unbedingt meins ist. Ich wusste zwar im Voraus schon, in welche Richtung es gehen könnte, aber irgendwie fehlte mir mangels Erfahrung der Elan, mich auf einen festen Pfad zu begeben. Den habe ich dieses Jahr definitiv gefunden.

Stressfrei Arbeitserfahrung sammeln

Natürlich gibt es immer wieder mal Tage, an denen man viel Druck hat. Der Artikel muss gleich raus, da muss noch ein Social Media Posting vorbereitet werden, und zu allem Überfluss ist das Open Mic für Freitag fällig. Manchmal bleibt auch Wochenendarbeit nicht aus – so ist die Medienbranche. Allerdings konnte ich mir dafür an anderer Stelle mal einen Tag mehr frei nehmen, etwas später kommen oder früher gehen. Außerdem musste ich nie mehr machen, als ich konnte. Das habe ich zwar manchmal, aber mit der Zeit lernt man sich selber auch einzuschätzen und einzuteilen. 

"FSJ´s machen sich gut im Lebenslauf"

Diese Theorie kann ich bestätigen! Ich habe mich letzten Winter auf einige Ausbildungsplätze zur Mediengestalterin Digital und Print beworben, und in allen Bewerbungsgesprächen die ich wahrgenommen habe wurde ich bezüglich meines FSJs gefragt. Gerade wenn man überlegt, in die Medienbranche zu gehen, egal in welche Richtung, kann das FSJ bei youpod also ein gutes Sprungbrett sein. 

Ein gut genutztes Jahr?

Zugegebenermaßen, an manchen Tagen dachte ich mir auch, dass es vielleicht einfacher und entspannter gewesen wäre erstmal zu reisen, mich für irgendein Studium einzuschreiben oder auch direkt in eine Ausbildung zu starten. Kurz nach dem ganzen Abi- und Studiumsbewerbungsstress direkt in eine 39-Stunden-Arbeitswoche zu starten ist anstrengend, und mit einem Nebenjob hätte ich das gleiche oder sogar mehr verdient. 

Allerdings hätte ich viele Erfahrungen nicht machen dürfen. Ich wäre niemals so erfahren mit Videoschnitt wie heute, hätte niemals das Rathaus von innen gesehen. Ich hätte wahrscheinlich bei weitem nicht so nette Kollegen gehabt, hätte viel coole Projekte nicht mitmachen können – oder wäre gar nicht erst auf die Idee gekommen, dass sie cool sind. 

Natürlich wären andere Wege auch spannend gewesen, vielleicht sogar sinnvoll – aber dieser war es definitiv, und ich bin insgesamt sehr froh das Jahr hier zu machen. 

Wir haben ab September übrigens wieder einen neuen Platz zu vergeben. Wenn mein Beitrag nun dein Interesse geweckt haben sollte, findest du hier alle weiteren Informationen zu deiner Bewerbung.

von Sofie

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