Kleidung ist längst nicht mehr nur ein Kleidungsstück. Für viele von uns ist sie Ausdruck unserer Persönlichkeit. Doch wenn wir ehrlich sind, hinterlässt die Modeindustrie einen ziemlich großen negativen Fußabdruck, ökologisch und sozial. Genau deswegen entdecken viele Jugendliche in Düsseldorf gerade “Second Hand” für sich, mich eingeschlossen.
Ich erinnere mich noch an meinen ersten Besuch am Aachener Flohmarkt. Zwischen alten Jeans, bunten außergewöhnlichen Modestücken, antiken Möbeln und selbstgemachten Einzelstücken habe ich gemerkt. Das Mode und Stil auch ohne Neukäufe Spaß und Freude bringt. Dort kannst du sogar selbst deine alten Kleidungsstücke verkaufen, die du nicht mehr trägst um mit dem Geld vielleicht selbst neue Stücke für dich zu finden. Das fühlt sich nicht nur gut für den Geldbeutel und Kleiderschrank an, sondern auch für dein Gewissen.
Natürlich ist der Flohmarkt nicht der einzige in der Umgebung, oft finden kleine einmalige Events statt, die dieselben Prinzipien verfolgen, und mehr spezielle Stücke anbieten. Natürlich ist Fast-Fashion verlockend günstig, immer verfügbar, Jeden Monat gibt es neue Modetrends. Aber das System hat Schattenseiten: schlechte Arbeitsbedingungen , Ressourcenverschwendung, tonnenweise Abfälle. Ein T-Shirt das fünf Euro kostet, hat irgendwo anders einen viel höheren Wert.
Second Hand dagegen ist das Gegenteil von Wegwerfmentalität. Auf Flohmärkten, Umsonstläden oder in kleinen Lädchen in Flingern und Bilk findest du Kleidung und Stücke, die schon eine Geschichte haben. Und das beste: Du gibst alten Dingen ein neues Leben.
Vielleicht ist euer Bewusstsein von eurem Konsum noch nicht überdacht, doch der erste nachhaltige Gedankengang ist ein Anfang. Wenn wir bewusster entscheiden, woher unsere Kleidung kommt, verändern wir etwas. Stück für Stück. Outfit für Outfit.
Autorin: Jasmin Pausch/Lore-Lorentz-Schule

