"ARTig sagt" am Ort des Geschehens: Wo am 28. November die Vernissage des ARTig-Festivals stattfindet, traf sich nun die Fotografie-Sparte zur ersten Ortsbegehung.
Es ist Sonntag, mitten im Oktober, meine Uhr zeigt 14.30 Uhr. Ich stehe im Innenhof des "Salzmannbaus", einem ehemaligen Industriegebäude an der Himmelgeister Straße in Bilk. Hier hat nicht nur das Bürgerbüro seinen Sitz, sondern auch kulturelle Einrichtungen.
Der Hof ist leer – bis auf eine kleine Gruppe von Menschen, die sich heute hier trifft.
Es sind die ARTigen Künstler der Sparte Fotografie samt Mentorin und Projektkoordinatorin. In wenigen Minuten werden alle gemeinsam den künftigen Ausstellungsraum, den "Kunstraum", besichtigen.
"Kunstraum" entdecken
Fast alle sind anwesend und wir betreten die Galerie. Meine Schuhe klackern beim Gehen auf dem hellgrauen Estrich. Wir bleiben stehen und befinden uns inmitten eines großen, weißen Raumes. Rechteckige Säulen und Wände sind in der Galerie verteilt. Die Herbstsonne scheint durch die großen Fenster, die sich an der rechten Seite entlangziehen. Der Raum wirkt weitläufig, aber keinesfalls kalt.
Noch zieren Bilder und Installationen anderer Künstler die Ausstellflächen, Ende November soll sich das jedoch ändern. Dann sollen die Künstler von ARTig im Rahmen des dreitägigen Festivals (28.–30.11.2013) ihre Arbeiten hier präsentieren.
Fotokünstler besuchen Ausstellungsraum
Petra Warras, Mentorin der Sparte Fotografie, erklärt mir, dass die Teilnehmer sich heute ein erstes Bild vom Ausstellungsraum machen und überlegen sollen, wo und wie sie ihre Werke platzieren wollen. Einige der Teilnehmer waren schon im letzten Jahr dabei und kennen die Lokalität bereits. Deswegen ist gerade für die Neulinge dieses "Begreifen" des Raumes sehr wichtig.
Die Mentorin führt uns durch die Galerie und zeigt den Künstlern mögliche Plätze für ihre Bilder. Wo genau jeder Künstler seine Projekte ausstellt, wird sich aber erst in den nächsten Wochen entscheiden, schließlich müssen die Standorte mit den Teilnehmern aus der Sparte der bildenden Kunst abgesprochen werden. Auch sie stellen ihre Objekte während des Festivals im "Kunstraum" aus.
Jeder Zentimeter zählt
Deswegen steht jetzt erst mal die Besprechung der aktuellen Lage im Vordergrund. Manche Teilnehmer holen ausgedruckte Bilder aus ihren Taschen und breiten sie vor den anderen aus. Dabei ergeben sich noch Fragen: Wie ist der Stand der Dinge? Sollen noch Fotos geschossen werden? Wann geht der Druck los? Und wie sollen die Bilder angeordnet und befestigt werden? Es wird auch über spezifische Details diskutiert, wie beispielsweise die Größe der Bilder. Bei einer Ausstellung ist jeder Zentimeter wichtig, denn er könnte die Wirkung des Bildes beeinflussen.
Die allgemeine Konzentration der jungen Künstler kann man beinahe in der Luft spüren. Und langsam wird es ernst, es sind nur noch wenige Wochen bis zum Festival.
Das Schöne am ARTig-Festival
Die Mentorin steht ihren Schützlingen mit Rat zur Seite und erklärt ihnen die Vor- und Nachteile möglicher Umsetzungen. Für mich hören sich manche Begriffe an wie Vokabeln einer Fremdsprache, aber ich höre weiter gebannt zu. Den Entstehungsprozess zu erleben, ist spannend, auch wenn das Gröbste, also die jeweilige Idee, bereits seit Monaten feststeht. Die Projekte der Künstler sind so unterschiedlich wie sie selbst. Das ist das Schöne an dem Kunstfestival: Die Ideen sind allesamt individuell und einzigARTig umgesetzt.
Wir verlassen den großen Raum und gehen in einen etwas kleineren, in dem auch Bilder ausgestellt werden können. Die kleinere Galerie liegt nebenan, ist aber nicht direkt mit der größeren verbunden, wodurch man erst auf den zweiten Blick auf sie aufmerksam wird. Dafür ist dieser Raum "besonders", wie Petra Warras ihn beschreibt. Hier sind mehr Ecken und Nischen vorhanden, also mehr Plätze zum Entdecken. Das kann die Präsentation sehr spannend gestalten.
Das Spartentreffen ist um 16 Uhr vorbei, alle Fragen sind vorerst geklärt und die nächsten Termine für die Teilnehmer stehen fest. Jetzt heißt es für alle wieder: ran an die Arbeit und auf eine tolle Ausstellung im Kunstraum.
Von Nadja Bascheck
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Veröffentlicht am
18. November 2013
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