Wer seinen Job wechseln will oder ihn verloren hat, braucht qualifizierte Beratung und Vermittlung. Was ein/e Fachangestellte/r für Arbeitsförderung genau macht und welche Voraussetzungen du mitbringen solltest, erfährst du hier.
Berufstyp
Anerkannter Ausbildungsberuf
Ausbildungsart
Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (BBiG)
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Lernorte
Betrieb und Berufsschule
Was macht man in diesem Beruf?
Fachangestellte für Arbeitsförderung arbeiten in erster Linie im Kundenbereich der Agenturen für Arbeit auf der Grundlage des Sozialgesetzbuches III (SGB III) sowie in Jobcentern nach dem SGB II. Dort klären sie die Anliegen der Ratsuchenden, erteilen Auskünfte und nehmen Arbeitslosmeldungen und Anträge auf Leistungen entgegen. Sie unterstützen Kunden beim Ausfüllen der Anträge, bereiten Arbeitsunterlagen für die Arbeitsvermittler/innen vor und wirken bei der Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung mit.
Sie bearbeiten auch Anträge auf Leistungen, zum Beispiel auf Arbeitslosengeld, auf Leistungen zur Unterstützung der Beratung und Vermittlung, zur Förderung der Aufnahme einer Beschäftigung und der Teilnahme an beruflichen Bildungsmaßnahmen. Zudem können interne Serviceaufgaben, zum Beispiel die Personalsachbearbeitung, zu ihrem Tätigkeitsbereich gehören.
Wo arbeitet man?
Fachangestellte für Arbeitsförderung arbeiten hauptsächlich in örtlichen Agenturen für Arbeit auf der Grundlage des Sozialgesetzbuches III (SGB III) oder in Jobcentern nach dem SGB II. Sie sind in Büroräumen, in der Eingangszone oder im Service-Center tätig.
Worauf kommt es an?
Da Fachangestellte für Arbeitsförderung regelmäßig Umgang mit Kunden der Agenturen für Arbeit haben, sind Kommunikations- und Kontaktfähigkeit sowie eine ausgeprägte Serviceorientierung unerlässlich. Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein braucht man, wenn man Anspruchsvoraussetzungen und Leistungen prüft und berechnet. Lernbereit-schaft und der Wille zur Weiterbildung sind erforderlich, da sich soziale und arbeitsrechtliche Anspruchsvoraussetzungen ändern können. Beim Umgang mit sensiblen Daten ist Verschwiegenheit Pflicht.
Für den Umgang mit Kunden, beim Ausfüllen von Formularen und beim täglich anfallenden Schriftverkehr ist gutes Deutsch wichtig, besonders in den Bereichen Rechtschreibung und Ausdrucksfähigkeit. Für die Bearbeitung von Anträgen, zum Beispiel auf Kindergeld, braucht man Mathematikkenntnisse, vor allem die Grundrechenarten und die Prozentrechnung. Um ihre Aufgaben fachkundig erledigen zu können, müssen Fachangestellte für Arbeitsförderung zudem Verständnis für Zusammenhänge im Bereich Wirtschaft besitzen.
Was verdient man in der Ausbildung?
Angehende Fachangestellte für Arbeitsförderung werden im öffentlichen Dienst in den Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit ausgebildet. Die Auszubildenden erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe tarifvertraglich festgelegt ist.
Die monatliche Ausbildungsvergütung beträgt im
1. Ausbildungsjahr: 703 Euro
2. Ausbildungsjahr: 753 Euro
3. Ausbildungsjahr: 850 Euro
Welcher Schulabschluss wird erwartet?
Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen die öffentlichen Verwaltungen überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.
Welche Alternativen gibt es?
Wenn es mit dem Ausbildungsplatz zum Fachangestellten/zur Fachangestellten für Arbeitsförderung nicht klappt, hier eine kleine Auswahl von Alternativberufen mit vergleichbaren Ausbildungs- bzw. Tätigkeitsinhalten:
- Personaldienstleistungskaufmann/frau
- Verwaltungsfachangestellte/r
- Fachangestellte/r für Bürokommunikation
- Sozialversicherungsfachangestellte/r
Mehr Details zum Beruf gibt es hier: berufenet.arbeitsagentur.de.
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Veröffentlicht am
8. Dezember 2011
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