Das ist ein ganz besonderes Projekt: An der Freiherr-vom-Stein-Realschule entsteht ein Mini-Wald. Die Schüler*innen der fünften bis achten Klasse pflanzen 360 junge Bäume und Stauden. Pflanztag ist am Mittwoch, 25. Februar, die Vorfreude ist groß: “Ich freue mich riesig darauf, meinen eigenen Baum zu pflanzen”, sagt eine Schülerin.

Wald als Klassenzimmer

Das Projekt verbindet Klimaanpassung mit Bildung: Der dichte Mini-Wald kann künftig als Unterrichtsort im Freien – als grünes Klassenzimmer – genutzt werden. Gleichzeitig sorgt der kleine Wald für mehr Kühlung, mehr Wasserrückhalt und mehr Biodiversität auf dem Schulgelände.
“Für die Schülerinnen und Schüler ist das ein Lernprojekt mit echter Wirkung”, sagt Umweltdezernent Jochen Kral. “Sie gestalten aktiv mit, wie mehr Grün auf Schulgeländen zur Klimaanpassung in der Stadt beitragen kann.”

Wald als Labor

Dem Pflanztag gingen intensive Vorbereitungen voraus. Die beteiligten Klassen führten Bodenanalysen durch und bestimmten im Grafenberger Wald die heimische Flora. Die Ergebnisse flossen in die Planung und das Pflanzschema ein. Der Mini-Wald wird zum Reallabor, in dem Beobachtung, Dokumentation und Forschung langfristig möglich sind.
Die Freiherr-vom-Stein-Realschule ist im Düsseldorfer Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aktiv. Das Netzwerk begleitet Schulen dabei, Nachhaltigkeit dauerhaft im Unterricht und im Schulalltag zu verankern. Es unterstützt mit fachlichen Impulsen, Kooperationen und Beratung bei der Umsetzung konkreter Vorhaben.
Schulleiterin Sünke Rieken betont: “Unsere Schule versteht sich als Lernort der Zukunft. Der Mini-Wald ist ein lebendiges Klassenzimmer, das unseren Schüler*innen die Verbindung zur Natur stärkt und praxisnahes Lernen ermöglicht.”

Wald zum Beobachten

“Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler zeigt, wie viel Potenzial im handlungsorientierten Lernen steckt”, sagt Nadine Munkler, die an der Freiherr-vom-Stein-Realschule den Schulacker betreut. Gemeinsam mit ihrer AG unterstützt sie die Pflanzung praktisch vor Ort und bringt Erfahrung aus der Arbeit mit ein. Am Pflanztag arbeiten rund 40 Schüler*innen in Teams an ihren Abschnitten. Zehn Pädagog*innen nehmen ebenfalls aktiv teil.

Für die Schule ist das Projekt ein bedeutender Schritt näher an die Natur. Für die Schüler*innen ist es eine Erfahrung, die bleibt. Wer einen Baum pflanzt, beobachtet sein Wachstum mit anderen Augen.

Wald mit 360 Pflanzen

Unter den 360 Pflanzen für den 100 Quadratmeter großen Mini-Wald sind groß wachsende Bäume wie Spitzahorn, Traubeneiche und Esche, kleinere wie Feldahorn und Hainbuche, Sträucher und Kletterpflanzen wie Liguster, Heckenkirsche und Efeu sowie Stauden und Kräuter wie Waldveilchen, Waldmeister und Bärlauch.

Im Durchschnitt werden drei bis vier Pflanzen pro Quadratmeter gesetzt. Sie sind bei der Pflanzung bis zu 50 Zentimeter hoch.

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Veröffentlicht am 23. Februar 2026
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