Wir helfen dir durch die jecken Tage. Hier erfährst du, wie der Rosenmontag in Düsseldorf abläuft, wie es mit der Sicherheit aussieht, was du bei sexueller Belästigung und K.-o.-Tropfen machen kannst und wo das Glasverbot gilt.
Zugweg Rosenmontag 2026
Aufstellung: Corneliusstraße (ab Herzogstraße), Erasmusstraße, Mecumstraße (bis Auf’m Hennekamp), jeweils beidseitig
Zugweg: Zugaufstellung (Start Herzogstraße) – Corneliusstraße (Westseite) – Hüttenstraße (Westseite) – Graf-Adolf-Straße -Königsallee (Ostseite) -Theodor-Körner-Straße – Königsallee (Kaufhof) – Corneliusplatz (Steigenberger Parkhotel) – Ludwig-Zimmermann-Straße – Heinrich-Heine-Allee – Grabbeplatz – Mühlenstraße – Burgplatz – Marktplatz – Marktstraße – Berger Straße – Carlsplatz – Bilker Straße – Haroldstraße – Hohe Straße – Benrather Straße – Königsallee (Bankenseite) – Carl-Theodor-Straße – Kasernenstraße – Elisabethstraße (bis Auflösung)
Auflösung: Elisabethstraße/Bilker Allee zum Auflösen der Fußgruppen und der Kapellen. Pferdegruppen ziehen über die Merowingerstraße und Ulenbergstraße bis zur Ubierstraße.

(Grafik: Comitee Düsseldorfer Carneval e. V. )
Toiletten
Wildpinkeln kann bis zu 150 Euro Bußgeld kosten. Besser ist, wenn Jecken die Toilettencontainer und Urinale nutzen. Die stehen hier: St. Lambertus: Alte Stadt, St. Lambertus: Stiftsplatz, Schlossufer (Sperrblöcke), Unteres Rheinwerft (nördlich Freitreppe), Burgplatz vor “Im Goldenen Ring”, Stadterhebungsmonument, Lieferplätzchen/Mühlenstraße, Ratinger Mauer, Kay-und-Lore-Lorentz-Platz, Ratinger Straße / Kreuzherrenkirche, Ratinger Straße / Ratinger Mauer, Südliche Rheinuferpromenade, Zollstraße, Rheinort, Akademiestraße, Ursulinengasse gegenüber der Hausnummer 5 (nur an Altweiber)
Rheinbahn
Die Rheinbahn hat einen Karnevalsfahrplan. Alle Infos findest du online bei der Rheinbahn.
Glasverbot
Es gibt im Kern der Altstadt ein Glasverbot, damit sich weniger Menschen Schnittverletzungen zuziehen. Deswegen dürfen: die Besucher der Altstadt keine Glasbehältnisse mitnehmen und Büdchen und Kneipen keine Waren in Glasbehältnissen verkaufen.
Das Glasverbot gilt an Altweiber (12. Februar), am Karnevalssonntag (15. Februar), an Rosenmontag (16. Februar).
Sicherheit und Rettungsdienste
An Altweiber und Rosenmontag können jeweils 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten in Notfällen Hilfe leisten.
200 Ordnungskräfte gehen Verstößen gegen das Wildpinkeln und den Jugendschutz nach und kontrollieren an den Eingängen zur Glasverbotszone. Mehrere tausend Polizist*innen sind in der ganzen Stadt im Einsatz. Sie kontrollieren die Waffenverbotszone und setzen Videobeobachtung ein.
Kondome im Taxi
Ab Altweiber haben 250 Taxi-Fahrer*innen 5000 kostenlose Kondome an Bord. Postkarte informieren über Kontakte zur Fachstelle Sexuelle Gesundheit und zur Terminvereinbarung zum HIV-Antikörpertest. Bei der Zahl der HIV-Neuinfektionen ist ein leichter Anstieg zu den Vorjahren zu verzeichnen.
Hilfe für Frauen*
Doofe Sprüche und sexuelle Belästigung gehören (leider) zum Karneval dazu – aber es sollte nicht so sein. Birgit Polz von der Beratungsstelle ProMädchen gibt Tipps, was Mädchen tun können: Du solltest auf deinen Instinkt vertrauen. Wenn du dich unwohl fühlst, ist das ein Signal. Da ist es egal, dass andere sagen, ein Spruch sei nur lustig gemeint. Wenn du dich nicht gut fühlst, läuft da was falsch. Die Situation weglächeln hilft nicht, dann denken die Männer vielleicht, das sei ein Spaß.
Konsequent bleiben, hilft häufig schon. Falls nicht, solltest du Hilfe bei Freundinnen und Freunden suchen oder Passanten ansprechen. Am besten aber keine Gruppen, besser einzelne Personen fragen. Damit sich die Person auch tatsächlich angesprochen fühlt, helfen Beschreibungen: Du da in der weißen Jacke, kannst du mal kommen. Auch den Standort zu wechseln kann hilfreich sein.
Mädchen sollten am besten zu viert unterwegs sein. Falls etwas passiert, könnten zwei Mädchen Hilfe holen und zwei blieben gemeinsam zurück. In einer Kneipe könnten sie zum Wirt, zur Security oder zur Polizei gehen.
Die Frauenberatungsstelle bietet offene Notfallsprechstunden an: Altweiber bist Veilchendienstag von11 bis 13 Uhr in der Beratungsstelle Talstraße 22-24 oder unter 0211-68 68 54.
Ergänzend bietet die Kampagne “Luisa ist hier!” unkompliziert und schnell Hilfe für Frauen*. Mit der Frage “Ist Luisa hier?” können sie sich an das Personal der Kneipen und an den Ordnungs- und Servicedienst sowie die Rettungskräfte wenden, um Unterstützung zu erhalten.
K.-o.-Tropfen
Zu Karneval warnt der Kriminalpräventiver Rat wieder vor K.-o.-Tropfen. Bei Partys und großen Festen ist die Gefahr höher, dass jemand dir Betäubungsmittel ins Glas mischt. Diese Tropfen sind farblos, du kannst sie nicht riechen und nicht schmecken.
Die Täter wollen ihre Opfer so kurzzeitig orientierungs-, hilf- oder willenlos machen. So können die Täter sie sexuell missbrauchen oder ausrauben.
Hier sind Tipps, wie Betroffene und ihre Freunde sich im Verdachtsfall verhalten sollten und was sie im Notfall tun können:
– In Kneipen und Discs das eigene Glas nicht unbeaufsichtigt stehen lassen. Vor dem Gang zur Tanzfläche oder zur Toilette das Glas möglichst austrinken.
– Hat die Möglichkeit bestanden, dass jemand unbemerkt etwas in das Glas getan haben könnte? Dann zur eigenen Sicherheit ein neues Getränk bestellen.
– Bei plötzlicher Übelkeit, Schwindel oder Unwohlsein Freunde oder das Personal des Betriebes ansprechen.
– Nur mit Freunden oder Vertrauenspersonen den Ort verlassen. Nie mit Fremden mitgehen.
– Wenn jemand in einer Kneipe oder Disco plötzlich über Übelkeit, Schwindel oder Unwohlsein klagt, seine Aussagen ernst nehmen und Freunde sowie Personal hinzuziehen. Wenn es dem Menschen erkennbar sehr schlecht geht, sollte ein Krankenwagen alarmiert werden.
Wer den Verdacht hat, unter Einfluss von K.-o.-Tropfen geraten zu sein, sollte den Polizeinotruf 110 wählen oder einen der vielen Polizisten in der Stadt ansprechen.
Straßensperrungen
Die Grafiken zeigen, wo es an Karnevalssamstag, Karnevalssonntag und Rosenmontag Straßensperrugnen gibt. Die Stadt empfiehlt Busse und Bahnen für die Fahrt zum närrischen Treiben.

(Grafik: Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Verkehrsmanagement)

(Grafik: Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Verkehrsmanagement)

(Grafik: Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Verkehrsmanagement)



