Das Landes-Schülertheater-Treffen brachte spannende Stücke auf Düsseldorfs Bühnen. Ein ganz besonderes war "1914-2014-Hurra".


Denn vor 100 Jahren sind die Deutschen voller Freude und Stolz für ihr Vaterland in den Krieg gezogen und Krieg ist leider immer noch kein ausgestorbenes Phänomen. Nach der Aufführung "1914-2014-Hurra" ist es jedoch unmöglich, einem Krieg mit dem Ausruf "Hurra" entgegenzusehen.

Die Theatergruppe "rohestheater" der Mies-van-Rohe-Schule Aachen, führte am 13. Juni im Rahmen des Landes-Schülertheater-Treffens NRW "Maulhelden" ihr Stück im jungen Schauspielhaus auf. Darin führt sie durch zwei Kriege. Der eine liegt 100 Jahre zurück und wird heute nur noch trocken mit Geschichtsbüchern thematisiert und der andere ist brandaktuell und wird deshalb gar nirgendwo thematisiert. Es handelt sich um den Ersten Weltkrieg und den Afghanistan-Krieg.

Zeitreise ins Heute

Was beiden Kriegen gemeinsam ist und das Stück ganz besonders hervorhebt: die Grausamkeit und das Leiden seiner Opfer. Mit lauten Aufmärschen, einer dunklen Bühne, betäubenden Tänzen und Geräuschen lädt die Gruppe zu einer Zeitreise ein, die im Heute endet.

Zum ersten Mal war für mich die Grausamkeit des Krieges und die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung der Soldaten vorstellbar. Die Überreste, Denkschriften und Lieder, die die Theatergruppe aufgreift, werden zu mehr als nur einem Rest der Vergangenheit. Sie werden zu Mitteln der Erschütterung.

Wenn sechs Soldaten zeitgleich von ihrem schweren Schicksal berichten und die Bühne zum Schlachtfeld wird, wird es mir schwer ums Herz und eine tiefe Trauer um all die Kriegstoten stellt sich ein.

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Veröffentlicht am 16. Juni 2014
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