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Kamelle und Campino beim Rosenmontagsumzug

12.02.2018

Pünktlich zum Rosenmontagszug hat das Wetter sich wieder gefangen: Bei strahlendem Sonnenschein empfing Düsseldorf die Karnevalisten zum bisher größten Umzug in der Stadt. Jecke Narren kamen von Nah und Fern zum Rosenmontagsumzug in die Landeshauptstadt, um den Tag gebürtig zu feiern. Auch Die Toten Hosen ließen es sich nicht nehmen und veranstalten ein Überraschungskonzert mitten im Zug.

Die Toten Hosen mit Konzert auf dem "Zoch"

Bis zuletzt war es geheim und eine große Überraschung für viele: Der Düsseldorfer Campino und seine Band waren auf einem Umzugswagen unterwegs. Auf der „Laune der Natur“ gaben Die Toten Hosen mitten im Karneval ihre Klassiker zum Besten. Das Konzert wurde geheim gehalten, um einem möglichen Auftrittsverbot zu entgehen. Zuletzt sind sie 1996 im Karnevalsumzug aufgetreten.  

Wer auf Rap statt auf Punkrock steht, wurde ebenfalls bestens versorgt: Auch MC Fitti war auf einem Wagen vertreten. Er stand im gold-schwarzen Glitzer-Kostüm und schmiss rappenderweise Kamelle. Aber auch Schlager, Blas- und Tanzmusik heizten den Jecken bei den frischen Temperaturen ein. 

Düsseldorfs Umzug toppt sich selbst: Gutes Wetter, langer Zug und Neuzugänge

Neben dem guten Wetter und dem Auftritt der Toten Hosen hielt der Rosenmontagsumzug weitere Überraschungen parat: So groß war der Rosenmontagsumzug noch nie. Der Umzug zog mit über 100 Wagen und 30 Kapellen durch Düsseldorf. Auch sehr historisch: Unter den Wagen auch zum ersten Mal die jüdische Gemeinde. Sie schmissen mit koscheren Kamellen und grüßten die Feiernden mit einem herzlichen "Schalom". 

Bitterböse und unterhaltsam: Aktuelle Innenpolitik trifft auf Jacques Tilly 

Unter den Wagen des Umzugs befanden sich auch die Mottowagen von dem Düsseldorfer Wagenbauer Jaques Tilly. Bis zum letzten Moment hatte sich der für seine umstrittenen Wagen bekannte Künstler wieder Zeit gelassen, um mit Statements rund um Politik und Zeitgeschehen zu überraschen.

Tilly nimmt wieder viel mit Humor die aktuelle politische Lage auseinander: Martin Schulz dreht sich selber durch den Fleischwolf. Eine Anspielung darauf, dass er sich nach dem Scheitern als Bundeskanzlerkandidat und möglicher Außenminister sich nun endgültig selbst zerfleischt. Aber auch seine potentielle Nachfolgerin und Partei-Kollegin Nahles kommt auf ihre Kosten. Eine Nachbildung von ihr trägt die Aufschrift "Genossen, das Ende ist Nahles!".  Aber auch die AfD, der Brexit, Merkel, das Bienensterben und Trump werden kritisiert. Ein ausgelassener Umzug, bei dem sich die Narren das Rumfeixen mal wieder nicht nehmen lassen. 

von youpod

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