Die Gewinner*innen der diesjährigen Bandprofessionalisierung stehen fest: Mit Attic Ocean und Thunder Bae werden auch 2026 wieder zwei junge Düsseldorfer Acts vom Kulturamt gefördert. Beide erhalten ein professionelles Coaching und Unterstützung für Projekte im Wert von bis zu 5.000 Euro. Für Nachwuchsmusiker*innen aus der Stadt kann das ein ziemlich wichtiger Schritt sein — gerade dann, wenn gute Ideen da sind, aber Geld, Kontakte oder Know-how für die nächsten Schritte fehlen.

Die Bandprofessionalisierung wird in Düsseldorf bereits zum 16. Mal vergeben. Jedes Jahr bekommen zwei Acts die Möglichkeit, mit fachlicher Begleitung aus dem Musikbusiness an ihrer Karriere zu arbeiten. Die Förderung kann zum Beispiel für Musikvideos, Aufnahmen, Artwork, Merch oder Marketing eingesetzt werden. Es geht also nicht nur darum, Songs zu schreiben, sondern auch darum, sich professioneller aufzustellen und als Act sichtbar zu werden.

Die Band Attic Ocean gehört zu den Gewinnern der Bandprofessionalisierung 2026

Dass die Jury sich in diesem Jahr für zwei sehr unterschiedliche Projekte entschieden hat, zeigt auch, wie breit die Düsseldorfer Szene inzwischen aufgestellt ist. Attic Ocean stehen für atmosphärischen Shoegaze mit Indie-Einflüssen. Ihre Songs bewegen sich zwischen Melancholie und Aufbruch, zwischen dichten Gitarrenflächen und emotionalem Gesang. Die Band verbindet persönliche Geschichten mit einem Sound, der gleichzeitig intim und groß wirkt. Laut Kulturamt spricht ihre Musik längst nicht mehr nur ein lokales Publikum an.

Auch Thunder Bae erhält in diesem Jahr eine Förderung

Mit Thunder Bae wurde außerdem eine Künstlerin ausgezeichnet, die eher im Art-Pop und elektronisch geprägten Pop unterwegs ist. Ihre Musik verbindet Club-Vibes mit persönlicher Intimität, dazu kommen selbstbewusste Lyrics und eine klare Attitüde. Die Jury sieht in ihr eine spannende Newcomerin mit überregionalem Potenzial. Auch das zeigt, worum es bei der Bandprofessionalisierung geht: nicht um ein bestimmtes Genre, sondern um Acts, die am Anfang einer vielversprechenden Laufbahn stehen und jetzt den nächsten Schritt machen wollen.

Die Bandprofessionalisierung als Sprungbrett

Gerade für junge Musiker*innen ist so eine Förderung oft entscheidend. Wer Musik ernsthaft verfolgen will, merkt schnell, dass Talent allein nicht reicht. Studiozeit kostet Geld, gute Visuals kosten Geld, Werbung kostet Geld — und gleichzeitig muss man lernen, sich in einer Branche zu bewegen, die oft unübersichtlich ist. Die Bandprofessionalisierung setzt genau an dieser Stelle an: Sie unterstützt nicht nur finanziell, sondern auch strategisch.

Dass das funktionieren kann, zeigt ein Blick auf frühere Gewinner*innen. Acts wie Julika, Leonora, Rhythmussportgruppe oder Love Machine sind inzwischen deutlich sichtbarer in der Szene. Julika und Leonora schafften es sogar bis ins Finale des deutschen ESC-Vorentscheids. Andere konnten sich regional etablieren und größere Bühnen spielen. Die Förderung ist also nicht einfach ein netter Bonus, sondern kann tatsächlich zum Sprungbrett werden.

Auch die Gewinner*innen von 2025, Angelic In Jeans und Champ, nutzten die Unterstützung sehr konkret: für Merch, Artwork, Marketing und Online-Kampagnen. Genau solche Dinge wirken nach außen manchmal nebensächlich, sind aber oft entscheidend dafür, ob ein Act professionell wahrgenommen wird oder nicht.

Für Düsseldorf ist das Programm auch deshalb interessant, weil es zeigt, dass Kulturförderung nicht erst dann ansetzt, wenn jemand schon bekannt ist. Statt nur auf etablierte Namen zu schauen, investiert die Stadt seit 2011 jedes Jahr in neue Acts. Das stärkt nicht nur einzelne Künstler*innen, sondern auch die Musikszene insgesamt.

Mit Attic Ocean und Thunder Bae hat die Jury in diesem Jahr zwei Acts ausgewählt, die unterschiedlich klingen, aber beide für etwas stehen, das in jeder lebendigen Musikstadt wichtig ist: Eigenständigkeit, Entwicklung und das Gefühl, dass da noch einiges kommen könnte.

Weitere Infos zu den beiden Acts gibt es auf ihren Instagram-Kanälen von Attic Ocean und Thunder Bae.

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Veröffentlicht am 11. März 2026
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