Wie entstehen eigentlich Entscheidungen in der Europäischen Union? Und warum dauern politische Kompromisse oft so lange? Mit diesen Fragen haben sich Schüler*innen aus Düsseldorf jetzt bei zwei Planspielen im Rathaus beschäftigt. Anlass war der Europatag am 9. Mai.
Jugendliche simulieren EU-Sondergipfel
Schüler*innen der Toni-Turek-Realschule schlüpften beim Planspiel “SOS Europa” in die Rollen von Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten. Gemeinsam simulierten sie einen EU-Sondergipfel zur europäischen Migrationspolitik.
Diskutiert wurde unter anderem:
- wie Geflüchtete innerhalb Europas verteilt werden könnten
- wie ein gemeinsamer Flüchtlingsfonds aussehen könnte
- und wie schwierig gemeinsame Entscheidungen in der EU oft sind
Neben den Regierungschefs übernahmen einige Jugendliche auch Rollen wie die der EU-Kommissionspräsidentin, des EU-Ratspräsidenten oder von Medienvertreter*innen.
Am Ende entwickelten die Teilnehmenden eigene Vorschläge für eine europäische Asylpolitik.
Planspiel zu Plastikmüll und Einwegverpackungen
Parallel beschäftigten sich Schüleri*nnen des Technisches Berufskolleg Färberstraße mit einem anderen aktuellen EU-Thema: Verpackungsmüll.
In ihrem Planspiel ging es um ein fiktives Gesetz zur Verringerung von Einwegplastik bei Obst und Gemüse. Auch hier übernahmen die Jugendlichen politische Rollen, vertraten unterschiedliche Interessen und verhandelten gemeinsam über mögliche Lösungen.
Politik nicht nur im Unterricht
Die beiden Planspiele fanden direkt im Düsseldorfer Rathaus statt. Ziel war es, europäische Politik nicht nur theoretisch zu erklären, sondern sie konkret erlebbar zu machen.
Dabei wurde laut Stadt vor allem deutlich, wie komplex politische Entscheidungsprozesse in der EU sein können – und wie wichtig Kompromisse dabei sind.
Organisiert wurden die Veranstaltungen von der Landeshauptstadt Düsseldorf gemeinsam mit verschiedenen Einrichtungen der politischen Bildung.

