Jedes Jahr wird im Februar der Black History Month gefeiert. Erfahrungen und Geschichten Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Menschen, die meist unsichtbar bleiben, werden nicht ausschließlich, aber in diesem Monat besonders in den Fokus gerückt.
Vom 19. bis zum 21. Februar schafft das Schauspielhaus im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Longings and Belongings – Über Sehnsüchte und Zugehörigkeiten“ gemeinsam mit Gästen und Partner*innen einen Raum für Austausch über das Gestern, das Heute und das Morgen.
19. Februar, 20 bis 22.30 Uhr: Im Kurzfilm Echter Mann (D 2024, 8:32 min, Regie: Vinsley) kämpft ein junger Mann mit seiner Depression – doch der Druck, stark und unverwundbar sein zu müssen, droht ihn endgültig zu zerbrechen. Ein Film über Männlichkeitsbilder, innere Zerrissenheit und die stille Kraft, Hilfe zuzulassen. Ebony Peaks (D 2024,
18 min, Regie: Tsellot Melesse) ist ein kurzer Dokumentarfilm, der die Reise von Filmemacherin Tsellot Melesse und dreier Schwarzer Frauen begleitet, die sich auf ihr erstes Bergsteigabenteuer begeben und das Bishorn (4.151 m) erklimmen. Der Film geht der tiefgründigen Frage nach: »Wem gehören diese Berge?« Im Anschluss an die Filmvorführungen erfolgt jeweils ein Gespräch mit den Filmemacher*innen und weiteren Gästen zu den Fragen mentaler Gesundheit und Wohlbefinden.
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20. Februar, ab 20 Uhr: Das Projekt Black Archive Germany von Cate Lartey ist eine fotografische Sammlung, die sich der Sichtbarmachung der vielfältigen Ausdrucksformen afrikanischer und afrodiasporischer Kulturen sowie ihrer Alltagsrealitäten in Deutschland widmet. In dem Gespräch zwischen Cate Lartey und Mbingo K. Itondo erhalten wir Einblicke in das Archiv, das die Frage behandelt, wie die Schönheit, Tiefe und Komplexität des Lebens in der Diaspora jenseits von Stereotypen dargestellt werden kann. Im Anschluss ab 22 Uhr DJ-Set.
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21. Februar, 16 bis 18 Uhr: Angelehnt an sein Buch Composing While Black: Afrodiasporische Neue Musik Heute erörtert Musikwissenschaftler Harald Kisiedu in seinem Vortrag zu afrodiasporischer Neuer Musik die Schieflage, dass zeitgenössische Musik als »weißes Feld« konstruiert wird, und widmet sich dem Umdenken im Musik-
betrieb. Er begleitet seinen Vortrag mit einer Listening Session. Anschließend wird das Foyer zu einem Ort für Austausch: Wer Musik hören, frisches Streetfood essen, Kunst und Bekleidung erwerben oder tauschen möchte, ist hier genau richtig.
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